{"id":225,"date":"2011-05-06T18:17:14","date_gmt":"2011-05-06T17:17:14","guid":{"rendered":"http:\/\/steinbach-im-netz.de\/?page_id=225"},"modified":"2011-05-06T18:17:14","modified_gmt":"2011-05-06T17:17:14","slug":"die-geschichte-von-steinbach","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/steinbach-im-netz.de\/?page_id=225","title":{"rendered":"Die Geschichte von Steinbach"},"content":{"rendered":"<p>Ersterw\u00e4hnung: 952 n.Chr.<\/p>\n<p>&#8222;Am 26. Juni vertauscht K\u00f6nig Otto mit seinem Vasallen Billung folgende G\u00fcter: die Osumer Mark mit zwei Waldungen, die Mark Tarata, ferner Stembeki in der Scheidinger Mark, nebst einem Walde, der dazugeh\u00f6rt; endlich die Mark Brehstest und die Mark Rupina mit allem Zubeh\u00f6r und erh\u00e4lt daf\u00fcr Dasiegorod, Hildehusen und Heristi und was dazugeh\u00f6rt.&#8220; (Orginal im Magdeburger Staatsarchiv)<\/p>\n<p>Steinbecki, dei slawische Siedlung am Steinbach wurde am 26.06. im Jahr 952 in der Kaiserurkunde Nr. 152 von Otto dem I. erw\u00e4hnt, der seinem Vasallen Billing den Auftrag erteilte, unter anderem die Urkunde f\u00fcr Steinbach auszustellen.<\/p>\n<p>Ein interessanter Altersergleich von Steinbach zu anderen Orten, wie zum Beispiel zur deutschen Hauptstadt Berlin mit ca. 750 Jahren zeigt, dass in unserer Region im 10. Jahrhundert schon reger Handel und Wandel betreiben wurde. Steinbach lag in einem geschichtlich-teritorial ung\u00fcnstigen Raum, wo viele Kriege, Seuchen, und Br\u00e4nde ein Wachstum der Orte einschr\u00e4nkte.<\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Schicksalsschlag f\u00fcr Steinbach war der 30-j\u00e4hrige Krieg, wo Steinbach fast zur W\u00fcstung wurde. Nur die Margareten Kirche und die Kapellenm\u00fchle sind die letzten Zeugnisse vom alten Steinbach. Der 30-j\u00e4hrige Krieg entstand, weil der Augsburger Religionsfrieden von 1555 zwischen Kaiser und den protestantischen Reichsst\u00e4nden nicht hielt. Gustav Adolf, schwedischer K\u00f6nig, war Luthaner und f\u00fchrte das protestantische Heer an, Wallenstein das kaiserliche (katholische) Heer. Auf dem Weg zur gro\u00dfen Schlacht bei L\u00fctzen durchquerte Gustav Adolf auch unsere Region.<\/p>\n<p>Nach Ende der 30-j\u00e4hrigen Krieges siedelten sich die Steinbacher weiter s\u00fcdlich am Gutschbach an, dort wo einst die slawische Siedlung Borlwitz stand. Die heutige Dorfwiese soll das Zentrum der alten Siedlung gewesen sein.<\/p>\n<p>Steinbach war viele Jahrhunderte ein eigenst\u00e4ndiger Ort und wurde 1952 im Zuge der Kreisreform in die Stadt Bad Bibra eingemeindet.<\/p>\n<p>Lassen Sie uns nun gemeinsam einen kurzen Spaziergang auf der Stra\u00dfe der Romanik von Bad Bibra nach Steinbach machen. Von Bibra kommend erreichen wir die Margaretenkirche, die 1105 als sp\u00e4tromanische Anlage erbaut wurde. Sie gilt als Gesellenst\u00fcck der Naumburger Dombauh\u00fctte und feiert im Jahr 2005 ihr 900 j\u00e4hriges Bestehen. Bis 1917 waren im Turm noch 3 Glocken untergebracht. Die 2 kleineren wurden f\u00fcr Kriegszwecke im 1. Weltkrieg verwendet. Die gro\u00dfe Glocke wird noch heute regelm\u00e4\u00dfig von Frau Weber gel\u00e4utet, die sich auch sonst um alle Belange der Kirche k\u00fcmmert.<\/p>\n<p>Gleich neben der Kirche steht eine der 3 Wasserm\u00fchlen der Ortes. Sie verf\u00fcgt noch \u00fcber eine gut erhaltene M\u00fchlentechnik und ist die letzte Hofanlage des urspr\u00fcnglichen Steinbachs.<\/p>\n<p>Im Ort angekommen entdecken wir ein Denkmal, das 1933 eingeweiht wurde. Es erinnert and dei Opfer des 1. Weltkrieges.<\/p>\n<p>Wir \u00fcberqueren den Gutschbach und belieben an der Friedenslinde stehen. Sie wurde von heimkehrenden Steinbacher Soldaten des Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieges am 24. Juni 1871 gepflanzt und sollte ein Hoffnungssignal f\u00fcr den ewigen Frieden sein. Die Linde wurde zum pr\u00e4genden Symbol f\u00fcr Steinbach.<\/p>\n<p>Noch \u00e4lter als die Freidenslinde ist das 1832 erbaute Schulgeb\u00e4ude. Erst 1967 wurde der Schulbetrieb eingestellt. Die alte Schulglocke mit ihrem Turm ist seit 1934 als Feuerglocke auf dem Feuerwehrhaus untergebracht.<\/p>\n<p>Auf der anderen Bachseite befindet sich die Mittelm\u00fchle. Sie wurde einst durch einen seperaten M\u00fchlengraben aus dem Gutschbach gespeist.<\/p>\n<p>Zwischen dem ehemaligen M\u00fchlengraben und dem Gutschbach finden allj\u00e4hrlich verschiedene Tratitionsfeste statt. Im Jahr 2002 wurde die Dorfwiese aus Anlass der 1050-Jahrfeier durch die Mitglieder des Dorfclubs Steinbach e.V. und der Freiwilligen Feuerwehr neu gestaltet.<\/p>\n<p>Ein beliebtes Ausflugsziel in Steinbach ist das seit Generationen gef\u00fchrte Landgasthaus R\u00fche.<\/p>\n<p>Weiter f\u00fchrt uns der Weg zum Feuerwehrhaus. Es steht seit 1884 an dieser Stelle und ist inzwischen f\u00fcr die vielen Mitglieder der FFw und die Ger\u00e4tschaften zu klein geworden. So mussten die Fahrzeuge vorr\u00fcbergehend bei der Spedition Weber untergestellt werden.<\/p>\n<p>Steinbach verf\u00fcgte bis 1983 auch \u00fcber eine Dorfschmiede. Weiterhin stehen im Ort ncoh verschiedene Backh\u00e4user, die aber fast alle nicht mehr genutzt werden.<\/p>\n<p>Fast am Ende des Dorfes angelangt steht die Oberm\u00fchle. Sie w\u00fcrde direkt durch den Gutschbach angetrieben und ist seit 1945 au\u00dfer Betrieb.<\/p>\n<p>Der M\u00fcllergeselle Julius B\u00f6sel, der einige Zeit bei dem damaligen Besitzer der Oberm\u00fchle Wilhelm Sauer in Stellung war, fiel w\u00e4hrend der Schlacht bei K\u00f6niggr\u00e4tz am 03. Juli 1866.<\/p>\n<p>Ihm zu Ehren wurde ein Gedenkstein an seinem Lieblingsplatz aufgestellt. Dieser Platz ist auch f\u00fcr viele andere ein beliebter Aussichtspunkt auf Bad Bibra und das Steinbachtal.<\/p>\n<p>Der sch\u00f6ne Ausblick auf Steinbach vom B\u00f6selstein und der Wagnerh\u00f6h wird auch im Steinbacher Heimatlied besungen, das Ewald W\u00f6lbeling w\u00e4hrend seiner russischen Kriegsgefangenschaft 1945-48 fernab der Heimat geschrieben hat. 1952 \u00fcbergab er das Lied dem Volkschor Steinbach unter Leitung vom Dorfschullehrer Paul Ho\u00dfbach. Ende der 50er Jahre l\u00f6ste sicher der Chor auf. Dadurch war die Pflege des Steinbachliedes nicht mehr gew\u00e4hrleistet und geriet f\u00fcr lange Zeit in Vergessenheit.<\/p>\n<p>In Vorbreitung auf das Ortsjubil\u00e4um mussten viele H\u00fcrden \u00fcberwunden werden, um es wieder auff\u00fchren zu k\u00f6nnen. Leider existierte nur noch der Text. Durch die Hilfe von zwei sangesfreudigen \u00e4lteren B\u00fcrgern und dem Musiklehrer Herrn Fischer kam man wieder in Besitz der Noten. Sp\u00e4ter brachte ein Zufall die Orginalnoten ans Tageslicht. Frau Bomhoff \u00fcbte das Lied mit einigen Dorfbewohnern wieder neu ein und so konnte, anl\u00e4sslich der Jubil\u00e4ums eine CD mit dem Steinbacher Heimatlied aufgenommen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ersterw\u00e4hnung: 952 n.Chr. &#8222;Am 26. 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